Tierquälerei – auch in Deutschland nur ein Kavaliersdelikt?

Wer die Fernsehbilder über die unfassbare kriminelle Tierhaltung von beliebigen Privatpersonen in einer Kleinstadt wie auch anderswo in Deutschland mit Herz und Verstand gesehen hat, dem müssen sich doch angesichts derart abartiger Zustände bestimmte Fragen gleichfalls im Doppelpack aufdrängen - und es muß "klick" machen:

Wie kann es sein, dass jeder Idiot und bis zum Abkotzen skrupellose Zeitgenosse unserer Zivilisation berechtigt ist, mir nichts, dir nichts Tiere zu halten, genauer gesagt, nach Gutdünken zu quälen und sich an unseren, allen Untugenden von Menschen hilflos ausgelieferten Mitgeschöpfen zu versündigen. - Ungestraft, ohne Verachtung durch die meisten von uns befürchten zu müssen?

Um einen Blechkarren – Auto genannt – halten und fahren zu dürfen ist ein Berechtigungsnachweis erforderlich.

Ein Tier hingegen kann jeder beliebige Idiot halten. Es ist längst an der Zeit, daß Menschen, die beabsichtigen, sich ein Haustier oder – oh Graus, ein Nutztier – zuzulegen, ebenfalls einen Nachweis darüber zu erbringen hat, ob er

Solche Maßnahmen wären im Interesse der Tiere, unserer menschlichen Gesellschaft und hätten - ehrlich betrachtet - nichts mit Einschränkungen der persönlichen Freiheiten des Menschen zu tun.

Solche Maßnahmen würden Tierquälerei zwar nicht ganz verhindern, aber bestimmt erheblich reduzieren.

Die Querelen um die Aufnahme des Tierschutzes in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sind nicht etwa Ausdruck der parlamentarischen Reife unserer Volksvertreter, sondern eher ein erbärmliches intellektuelles Armutszeugnis von Menschen, die von sich in Anspruch nehmen, verstandesmäßig besonders leistungsfähig zu sein. Solange Tierquälerei als Kavaliersdelikt angesehen wird anstatt dagegen mit aller Härte eines Strafgesetzes vorzugehen, solange werden Tiere weiter nach belieben gut behandelt oder gequält und unter menschenunwürdigen Bedingungen gehalten.Und die meisten von uns gucken weg.

20.06.02 Klaus