Sabine Christiansen am 17.09.06- Große Koalition - Vertrauen verspielt?

Sabine Christiansen und die philodofischen Schnappschüsse in der Runde

Thea Dorn - Nennt sich Schriftstellerin, ist aber lediglich eine Autorin, die blutrünstige, haarsträubende Horror-Romane fabriziert, die kein normal empfindender Mensch wirklich braucht.

Was der Dorn im Auge ist sind die 30% Ausgaben des Bundeshaushaltes für die Renten. Das muss geändert werden. Dramatisch und ohne zu zögern. Das Eintrittsalter in die Rente muss rigoros hochgeschraubt werden. Jeder soll gefälligst für sich selber vorsorgen. Ihre Frisörin verdient nach ihrer Aussage immerhin 1000 Euro! Da kann man wohl erwarten, dass davon zusätzlich etwas für die Altersvorsorge abgezweigt werden kann. Mir selbst ist allerdings keine Frisöse bekannt, die so viel Geld verdient. Schon gar nicht im Osten Deutschlands. Thea Dorn sei gesagt: Verstand ohne Herz ist dekadent.
Den Politikern will sie bei aller Kritikwürdigkeit auch nicht reinreden, ebenso wie sie sich von niemandem erklären lassen will, wie man (so bluttriefende) Bücher schreibt.
Mit ihrem Gebrauch des Schlagwortes Neiddiskussion ließ sie offen, von wem der Neid eigentlich ausgeht und wer worum jemand beneidet.

CDU - Mann Wulff: Auch..."Wenn die Wirtschafts- und Sozialpolitik versagt..." müssen wir dafür sorgen, dass die Jugend im Lande bleibt. - Wie wahr. Junger Mann wird eingeblendet, der in Österreich sein Heil gesucht und gefunden hat, nach dem er in seiner Heimat keine Existenzgrundlage finden konnte - die Jugend verläßt Deutschland? Ist das die Zukunft unserer Kinder? Die Sorge um die Zukunft unserer Kinder ist also pure Heuchelei!

Und der Große SPD-Vorsitzende Beck? Redet wie gehabt alle Anwesenden sprichwörtlich unter den Tisch und signalisiert unmissverständlich: "Ich bin unberechenbar." Wer sich seiner Wortgewalt widersetzt und auf die Widersprüchlichkeit und die Fehlleistungen der Politiker hinweist, hat nichts davon begriffen. Becks Lieblingsbeschäftigung scheint es zu sein, Hühner, die keine Eier mehr legen, in der Suppe zu verspeisen. Und auch dabei nimmt er den Mund viel zu voll.

Werner Schulz, einstiger Rebell der Grünen gegen die Hartz4-Reform und gegen die äußerst umstrittenen Schröderschen Neuwahlen seinerzeit, duckt sich gekonnt vor den verbalen Tiefschlägen des Kurt Beck. Schulz schlägt - ganz grün - auch zurück, wenn die Moderatorin ihn nur ließe. In vielen traf Schulz ins Schwarze, was den Umgang mit der NPD anging, allerdings vorbei. Verbote von Parteien gab es schon genügend in unserer deutschen Geschichte. Sogar die SPD wurde schon mal verboten, die Kommunistische Partei sowieso. Eigentlich alles, was mit Widerstand aus der Arbeiterklasse zu tun hatte, war bereits schon verboten und deren Vertreter ins Gefängnis gesteckt oder gar ermordet worden.
Haben wir aber alles schon längst verdrängt und vergessen - wie üblich.

Etwas Kluges konnte Schulz dennoch vermelden; und das pfeifen schon die Spatzen von den Dächern: "Vollbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt wird es nicht mehr geben; und nicht jeder wird einen Erwerbsarbeitsplatz bekommen." ...in dieser unserer globalen Gesellschaft. Mit vielen Wassern gewaschen...nur nicht mit dem geweihten Wasser des Papstes. - Klaus stellt sich nur noch die Frage, was aus denen wird, die am Produktionsprozeß nicht mehr beteiligt und keine "Leistungsträger" mehr sein können. - Etwa Endlösung made in Deutschland?

Sein Fazit: Wir lassen uns in den Abgrund reformieren. Gut wäre es, wenn das auch schief ginge.

17.09.06

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