Sozialneid und die Lebensperspektive für alle Jugendlichen

Ist das Sozialneid, wenn ich kritisiere, dass die einen Jugendlichen als Regel- bzw. Pflichtschule-Abgänger beim Start ins wirkliche Leben nicht einmal ansatzweise eine Chance haben, die einfachsten, selbstverständlichen Bedürfnisse für ihr weiteres Leben zu realisieren?

Dagegen ist es die gängige Meinung jener Abgänger der freiwillligen, weiterführenden Schulen, den Start dorthin damit verknüpfen zu dürfen, möglichst rasch zu einem hohen Maß an Wohlstand, verbunden mit gesellschaftlicher Anerkennung zu kommen und ein Vorrecht darauf haben, aus dem großen Lebenskuchen stets auch noch die Rosinen herauspicken zu dürfen und hierbei den weniger Begünstigten lediglich die herabfallenden Krümel zuzubilligen.

Ist die Kritik an solch einer Auffassung über Lebensperspektive und Lebensplanung Sozialneid? - Ich sage Nein.

Klaus - 06.10.06 | Arbeitsloseninfo