Familiengeld und die Gerechtigkeit

67% pauschale Zahlung an jeden, der für die Kindesbetreuung vorübergehend seinen Job aufgibt und zu Hause bleibt. Das nennt die CDU-Familienministerin Frau Dr. med. von der Leyen gerecht. Ich nenne diesen Standpunkt von Sinnen oder von der Rolle oder neben der Kapp. Oder er ist nur unverschämt.

Die eingeführte Höchstgrenze von ungefähr 1700 Euro monatlich erreichen diejenigen, die in erster Linie Unterstützung benötigen ohnehin nicht.

Eine Verkäuferin oder Frisöse, die beide extrem wenig Lohn erhalten, würden 33% Lohneinbuße in den Ruin stürzen. Das ist vielleicht genau der Betrag für die zu zahlende Miete.
Einer zumindest gut situierten Akademiker-Familie wird so das Wasser nicht abgetragen, noch dazu, wenn der einer der Ehepartner finanziell bestens ausgestattet ist. Wozu benötigt diese Familie also noch das Familiengeld? Wenn der Ehemann so gut verdient, dass seine Frau (oder umgekehrt) getrost zu Hause ihren Nachwuchs betreuen kann, ohne dass diese Familie in die Armut fällt?

Bei der viel zitieren, benutzten Verkäuferin oder der eben sooft herhaltenden Frisöse sieht das völlig anders aus, wenn deren Ehepartner ebenfalls zu den schlecht bezahlten Arbeitnehmern gehört und der Verdienst der Ehefrau notwendig ist, um die reinen Lebenshaltungskosten für die Familie bestreiten zu können. Hier wäre ein angemessener Pauschalbetrag durchaus plausibel.

Klaus - 02.11.06 | www.Anecken.de