Wo ist das Ende der Fahnenstange? ...oder...die Menschenwürde der Agenda2010Anwesend und beteiligt in dieser Runde, Talkshow Sabine Christiansen am 04.Juli 2004 | Show 18.07.04
Sabine Christiansen, Moderation
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Unternehmer Knoll meint: es gäbe eine soziale Verantwortung des Unternehmers. Und die Diskussionen um die hohen Gehälter der Manager und Einkommen der Unternehmer
seien eine Neid-Debatte. Er arbeite schließlich 16 Stunden am Tag und am Samstag auch. Um die Verlängerung der Arbeitszeit bei gleichem
Lohn käme man nicht herum (schließlich profitiert er als Call-Center-Betreiber eindeutig davon! Und die Verlagerung seiner Call-Center Arbeitsplätze ins Ausland
macht keinen Sinn.).
Klaus Ernst, IG Metall: fragt endlich mal mit aller Deutlichkeit den BDI-Rogowski, worin dessen persönlicher Beitrag als Beweis seiner Leidenfähigkeit bei der Sanierung des Sozialstaats bestehe.
Siegmar Gabriel, SPD, beklagt bitterlich, Sozialhilfeempfänger lebten von seinen Beiträgen. Es sei für die Betroffenen besser, eine schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen, als von Sozialhilfe - oder neu: ALG2 - zu leben.
BDI-Rogowski in die Runde: "Wir müssen uns von den Gewerkschaften befreien!" FDP-Niebel triumphierend zu SPD-Gabriel: Eure Partei hat doch die Agenda eingeführt. Und sieht starke Gemeinsamkeiten mit dem Gabriel von der SPD. Bodo Ramolow, PDS, zeichnet ein ziemlich realistisches Bild der Lage in Ostdeutschland. Die Auswirkungen der Hartz 4 Gesetze - Arbeitslosengeld 2 - hält er für verheerend. Die Kaufkraft werde weiter sinken. (Das schafft letztendlich wieder Arbeitslose.) |